» » » » 13 – 15 Juli 2001, Sighet: 1961-1972 – Die Länder Osteuropas zwischen Hoffnung auf Reform und der Wirklichkeit der Stagnation

13 – 15 Juli 2001, Sighet: 1961-1972 – Die Länder Osteuropas zwischen Hoffnung auf Reform und der Wirklichkeit der Stagnation

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Simpozionul de la Sighet, 2001. Imagini din sala de conferinţe. Sesiune dedicată Cehoslovaciei - Primăvara de la Praga, 1968Die wichtigsten Ereignisse und Themen, um die sich die Gespräche rankten, waren: der sowjetisch-chinesische Konflikt, der Bau der Berliner Mauer, die nukleare Aufrüstung und die Friedensbewegung, der “kalte Frieden”, Kruschtschows Ablösung und die Stagnation unter Breschnew, der Abschluß der Kollektivierung in Rumänien, die ideologische Erstarrung, die Verurteilung des “Revisionismus”, Versuche der “Umerziehung” der politischen Gefangenen, die Unabhängigkeitserklärung von Bukarest im Jahr 1964, die Generalamnestie vom Februar-August 1964, der Beginn der Diplomatie in alle Himmelsrichtungen, der Tod von Gheorghiu-Dej und die Wahl Ceausescus an die Spitze der Rumänischen Arbeiterpartei, die Sozialistische Republik Rumänien und die neue Verfassung, die kulturelle Tauwetterphase, die Verwaltungsreform, das Anwachsen der Parteimitgliederzahl, die “große proletarische Kulturrevolution” in China, der „Prager Frühling” und seine Niederschlagung, die Stellung Rumäniens und der Beginn des Personenkults, die “Thesen vom Juli 1971” (“die kleine Kulturrevolution aus Bukarest”).
Unter den bemerkenswerten Präsenzen am Symposion waren die antikommunistischen Kämpfer Doina Cornea und Vasile Paraschiv, die Historiker und Analysten Alexandru Zub (Iasi), prof. Serban Radulescu-Zoner, Marius Oprea (Bukarest), Stephane Courtois, Pierre Vallino, Michel Thomas Penette (Frankreich), Mircea Carp, Peter U. Weiss (Deutschland), Sanda Golopentia, Paul Michelson, Ladis Kristoff (USA), Antonina Kuzmanova (Bulgarien), Anatol Petrencu (Republik Moldawien), Jan Willem Bos (Holland).

Die Abschlußveranstaltung des Symposions in Sighet war ein Rundtischgespräch zum Thema “Das Jahr 1968 in der Tschechoslowakei und den anderen Ländern des kommunistischen Lagers”. An den Gesprächen hat der Botschafter Tschechiens, Jaromir Plisek, teilgenommen, der die Solidaritäts- und Sympathiebekundung von Vaclav Havel übermittelte. Der Präsident der Tschechischen Republik betont die Wichtigkeit solcher Treffen, “die zur Bewahrung der kollektiven Erinnerung an die furchtbaren Taten während des Kommunismus und die Weitergabe dieser mahnenden Zeugnisse an die kommenden Generationen” beitragen. Gleichzeitig hebt Havel die Nützlichkeit und Einzigartigkeit der Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus und des Widerstandes in Sighet hervor und betont die Rolle der Schriftstellerin Ana Blandiana bei deren Verwirklichung.

Die Durchführung des Symposions wurde durch die Unterstützung und der die Hanns-Seidel-Stiftung, der Botschaft der Tschechischen Botschaft in Bukarest, des Tschechischen Zentrums und des Polen-Instituts in Bukarest ermöglicht.