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Museum: Saal 10 – Der kommunistische Anschlag auf die Maramures. Fallstudie zu Ilie Lazar

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Ilie LazărIm Winter des Jahres 1945 wurde die Maramures von der rumänischen und sowjetischen Armee von fremder Besatzung befreit, aber nicht an Rumänien zurückgegeben.

Damals versuchte eine Gruppe lokaler Aktivitsten, mit stillschweigender Unterstützung durch die sowjetische Garnison, sie an die Ukraine anzuschließen. Ein Marsch der Bauern aus Borsa und anderen Gemeinden aus der Maramures (15.000 Teilnehmer) machte diesen Plan zunichte, und zwang die Alliierte (sowjetische) Kontrollkommission, die Rückkehr der Maramures, zusammen mit den anderen Teilen Siebenbürgens, zu Rumänien zu erlauben.

 

Eine andere Wand im Ausstellungsraum ist Ilie Lazar gewidmet.

Als Abkömmling einer alten Adelsfamilie aus der Maramuresch war Ilie Lazär einer der charismatischsten und beliebtesten Leiter der Nationalen Bauernpartei. Er hat wegen seiner demokratischen Überzeugung viele Jahre im Gefängnis gelitten. Aufgrund seiner romantischen Züge und seiner mobilisierenden Art wurde er von dem amerikanischen Journalisten Reuben Markham mit den Vätern der amerikanischen Revolution verglichen.

Im November 1947, währen des Prozesses der Nationalen Bauernpartei wird er zu 12 Jahre schwerer Haft wegen “Verschwörung und Betrug” verurteilt.

Nachdem er zuerst im Gefängnis von Galati saß, kam er am 15. August 1951, zusammen mit den anderen Mitgliedern der “Gruppe Maniu” ins Gefängnis von Sighet. Zu dem Gefängnis in der Stadt, mit der er sich besonders verbunden fühlte, sagte er einmal: “Wenn die Maramurescher Bevölkerung wüßte, daß ich hier bin, würde sie dieses Haus stürmen”. Im Juli 1955 kam er ins Gefängnis von Ramnicu Sarat. Er wurde wegen seiner Aktivitäten als “äußerst gefährliche Person für die Sicherheit des Staates” eingestuft und mußte nach 12 Jahren schwerer Haft ins Arbeitslager nach Periprava ins Donaudelta. Nach Ablauf dieser Strafe wurde er zu weiteren 72 Monaten Zwangsarbeit verurteilt und erst durch die allgemeine Amnestie vom 9. Mai 1964 befreit.

Nach seiner Befreiung lebte er bis 1976 in einem Wohnblock des Grigorescu-Viertels in Klausenburg.